Bio

1972 wurde ich in Klagenfurt, Kärnten, Österreich am 18. April um 13.10 Uhr als Sohn der Gastronomin Heidemarie und des Musikers Dieter geboren. In den ersten Jahren reisten wir auf Grund der Engagements meines Vaters durch Österreich (Bad Hall, Stattersdorf, Zürs, Velden, Obertauern und Wien) und Deutschland (Garmisch, Mittenwald, Karlsruhe und München). Im Alter von drei Jahren stand ich dann in Zürs zum ersten Mal auf Skiern.

1976 verbrachten wir den ersten Winter in Seefeld. Die Umstände, dass ich bald in die Schule kommen würde und dass es uns dort gut gefiel, führten letztendlich zu dem Entschluss meiner Eltern, dort sesshaft zu werden. In diesem wunderschönen Dorf besuchte ich den Kindergarten, die Volksschule und die Hauptschule.

Eines der Hauptschuljahre absolvierte ich in Reutte, wo ich das Gymnasium besuchte und vorerst gar nicht so schlecht abschnitt. Schon damals konnte ich mit Lob nicht sinnvoll umgehen und nahm die Begeisterung der Lehrer über meinen Intellekt und Esprit beim Halbjahrszeugnis zum Anlass, mich auf die faule Haut zu legen, was dazu führte, dass ich im Jahreszeugnis zwei meiner drei Vierer nur geschenkt bekam, weil ich die Schule wechselte und zurück nach Seefeld ging.

1985 zogen wir nach Wien. Für manch 18-jährigen mag das verlockend klingen, aber als 13-jährigem Tiroler, der in den Bergen aufgewachsen ist, ging es mir wie der Heidi in Frankfurt – nur dass ich nicht einmal eine Klara hatte (was vielleicht ein Grund gewesen wäre 😉

In der österreichischen Hauptstadt besuchte ich das letzte Jahr der Hauptschule, was ich beim Klassenfoto immer dazu sagen muss, weil man beim Anblick meiner Klassenkameraden eher auf Antalya, Kiew oder zumindest Budapest tippen würde.

Der einzige Lichtblick am Ost-Intermezzo meiner Jugend war der Prater. In Österreichs größtem Vergnügungspark, legte ich die Basis meiner Freestyle-Karriere. Ich verbrachte Stunden und Tage in der Luftburg, wo ich mir selbst den BARANI (Vorwärtssalto mit 1/2 Schraube) und den Rückwärtssalto mit ganzer Schraube bei brachte.

1986 besuchte ich ein Jahr der Höheren Technischen Lehranstalt für Nachrichtenelektronik – und besuchen ist hier wahrlich der richtige Terminus. Ich fiel in vier Fächern durch und es sah ganz nach Unfähigkeit und Faulheit aus, was eigentlich nur zu viel psychologischer Druck und seelischer Frust war. Wie auch immer – das Thema HTL war für mich erledigt und zeitgleich eigentlich auch Wien, weil sich 1987 meine Eltern scheiden ließen. Da ich mich in der Großstadt von Anfang an nie sonderlich wohlgefühlt hatte, entschied ich mich an dieser längst überfälligen Trennung meiner Eltern schlichtweg teilzunehmen.

1987 absolvierte mein Jugendfreund Mario gerade eine Lehre als Feinmechaniker bei der Firma SWAROVSKI OPTIK in Absam. Da mir dieses Berufsbild gefiel, bewarb ich mich neun Tage (!) vor Lehrbeginn, was ein Stunt für sich war, und bekam eine Chance. Also informierte ich meinen Vater über meine Pläne, und dass ich von nun an gerne mein eigenes Leben leben würde – mit oder ohne die elterliche finanzielle Hilfe.

Mein Vater unterstützte diese Entscheidung so gut er konnte und gab mir das Geld, das ich zusätzlich zu meiner recht geringen Lehrlingsentschädigung zum Leben brauchte. Das war mitunter der Grundstein für eine sehr tiefe und feste Freundschaft, die weit über eine gewöhnliche Vater-Sohn-Beziehung hinausgeht. Die ersten zwei Monate musste ich in einer Pension schlafen. Dann fand ich ein Zimmer bei einer sehr netten Familie in Absam.

1990 absolvierte ich eine staatliche Prüfung als Lehrwart für Trampolinspringen.

1991 legte ich kurz darauf meine Lehrabschlussprüfung ab, mit dem Spezialgebiet der Programmierung und Bedienung von CNC-Maschinen. Anschließend blieb ich der Firma noch sechs Monate erhalten.

1992 trat ich in das Österreichische Bundesheer ein, unterschrieb einen Vertrag bis zum Jahr 2004 im HEERESSPORTZENTRUM und war von nun an 12 Jahre im Leistungszentrum 6 in Innsbruck stationiert.

1999 begann ich meine Möglichkeiten und Verbindungen zu nutzen und veranstaltete diverse Sport-Events in Österreich. Die Veranstaltungen wurden größer und umfangreicher, bis sich diese Facette meiner Aktivitäten neben der Musik als Berufsmöglichkeit nach meiner Freestyle-Karriere anbot.

2001 trat ich als Erfinder und Event-Koordinator meiner sogenannten AERIAL-GAMES in die FIS ein. Die Tour basierte auf europäischem, kontinentalem Level und hatte bereits in ihrem ersten Jahr neun Stationen in fünf Ländern.

2002 kaufte ich – mit dem Ziel mich endgültig sesshaft zu machen – ein Reihenhaus in Zirl. Der Ausbau des Hauses verbrauchte dermaßen viel Zeit und Energie, dass alle Projekte vorläufig um zwei Jahre verschoben wurden.

2004 verließ ich das Leistungszentrum und ging in die vom BMLV gestützte „Berufliche Bildung“. Während der Ausbildung im Sport- und Eventmarketing setzte ich selbstverständlich meine sportliche Laufbahn fort, die erst bei den olympischen Spielen in der Saison 2005/2006 in Turin ihr Ende finden sollte.

2006 machte ich bei der European-Business-School den Abschluss für Internationales Sport- und Eventmarketing.

2006 beendete ich lautstark meine Karriere als Freestyler beim Church-Jump in Fieberbrunn, wo mir 3.500 Zuschauer einen sehr warmen und angenehmen Abschied bereiteten.

2008 veranstaltete ich mein erstes Großevent in Nauders mit dem Namen „Knights Of The Air“. 5.000 Zuschauer, 14h TV weltweit und viel lokale Presse rechtfertigten das nicht gerade geringe Budget, und es wurde beschlossen ab 2010 ein Serie daraus zu machen.

2008 absolvierte ich den staatlichen Trainergrundkurs für Leistungssportler und startete mein Nachwuchsprojekt Aerial-Artists-Academy in Tirol und Wien. Zeitglich wurde ich vom tschechischen Skiverband angeworben und war nun bis zu den Olympischen Spielen 2010 Trainer des tschechischen Nationalteams.

2009 rief ich mit der ehemaligen Weltklasse-Eisschnellläuferin Emese Dörfler-Antal life2009 ins Leben und hatte mit dieser Gala und meinem Trainerjob mehr als genug zu tun.

2009 wurde unmittelbar nach dem Debut life2009 beschlossen, dass life weitergehen wird. Dieser Umstand und der Titel des Liedes führten zum aktuellen Namen des Events: life goes on…

2010 wurde die Area47 feierlich eröffnet, was mir die Chance gab, noch einmal die Ski anzuschnallen. Seit Juli 2010 passiert dort ein permanenter Trainingsbetrieb in Form von Sichtungstagen und Camps unter meiner Leitung.

Life goes on...   Area47